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Cybermobbing macht Junge im Netz vorsichtig

Sunday, December 04, 2016

Sorglos war gestern: Junge geben heute im Internet immer weniger heikle Infos preis - das Cybermobbing hat sie aufgeschreckt.

Das Sexvideo einer jungen Frau, die mit einer Ice Tea-Flasche hantierte, verbreitete sich in Windeseile im ganzen Web und hatte bösen Beschimpfungen auf Facebook, Twitter und Co zur Folge (20 Minuten berichtete). Solche Beispiele von Cybermobbing führten aber auch dazu, dass Junge heute deutlich vorsichtiger sind im Netz.

Das zeigen nicht nur die Beobachtungen von Experten, sondern auch zwei neue Studien. «Sie sehen, welch weitreichende Konsequenzen ein zu lascher Umgang mit persönlichen Informationen nach sich ziehen kann und sind mit dem Verbreiten von heiklen Informationen viel vorsichtiger geworden», sagt Gregor Waller von der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Hatte 2010 noch rund die Hälfte der Jugendlichen einen offenen Facebook-Account, sind es heute laut der neusten James Studie 2012 nur noch 16 Prozent.

Namen werden geändert

Auch der Junior Web Barometer 2012 von Switch bestätigt den Trend: Während 2011 noch satte 80 Prozent der 6- bis 13-Jährigen ihren korrekten Namen im Internet preis gaben, waren es im letzten Jahr nur noch halb so viele.

Grund dafür sei neben der Sensibilisierung von Eltern und Lehrern auch die mediale Aufmerksamkeit und die Selbstkontrolle, so Stephan Oetiker, Direktor von Pro Juventute: «Ich bin beeindruckt, wie verantwortungsbewusst etwa meine Tochter und ihre Freundinnen durch die Auseinandersetzung mit dem Thema mit dem Internet umgehen. Kommt es zu Cyberattacken, kritisieren sie diese sofort als uncool und perfide.»

Source: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/10131613